Tertiarschwestern

Seit 1862 wirken in der Pfarre Thaur die Tertiarschwestern des hl. Franziskus.

Wie kam es zur Gründung des Thaurer Klösterle?

Ein Bericht im Pfarrarchiv besagt, dass das Haus an der Ostseite des Friedhofes ursprünglich der Pfarrwidum war. Er wurde schon 1791 aufgelassen und kam durch Verkauf in Privatbesitz. 

Die letzte Besitzerin, eine gewisse „Krämerin“ Maria Lergetbohrer, starb 1859. Sie ordnete in ihrem Testament folgende Stiftung an: „Das Haus mit Garten, Waschküche und Holzhütte soll die Gemeinde erhalten zum Zweck, dass Schulschwestern darin aufgenommen werden, die die Mädchenschule besorgen sollen, die Mädchen in Handarbeit unterrichten sowie die Reinhaltung der Kirche und Kirchenwäsche sich angelegen sein lassen und für die Seelenruhe der Stifterin zu beten.“ Der damalige Pfarrer Josef Peer und der „Vorsteher“ Johann Höpperger bemühten sich sogleich, aus dem damaligen Mutterhaus Kaltern in Südtirol Schwestern zu bekommen, um in Thaur eine Filiale zu errichten. So zogen am 20. September 1862  zwei Tertiarschwestern im Klösterle Thaur ein. Tertiarschwestern werden wir deshalb genannt, weil wir nach der Regel des dritten Ordens des heiligen Franziskus leben (tertius = dritter). Noch im Herbst desselben Jahres wurde das Ladenzimmer - die vorhergehende Besitzerin hatte einen Krämerladen geführt - zur Arbeitsschule hergerichtet. Im Kloster wurde also durch mehrere Jahre hindurch Schule gehalten. So haben vom Herbst 1862 bis Juli 2000 Tertiarschwestern in Thaur unterrichtet. Eine Unterbrechung geschah während des 2. Weltkrieges, als alle geistlichen Lehrkräfte entlassen wurden. Bedingt durch den fehlenden Ordensnachwuchs ist leider eine lange Tradition im Schuldienst 2000 zu Ende gegangen.

Was tun die Schwestern heute, da keine Schwester mehr im Schuldienst tätig ist?

Von Anfang an war uns die Kirchenwäsche und die Reinhaltung der großen, schönen Pfarrkirche anvertraut. Das benötigt viel Zeit, bereitet aber auch Freude. Besonderen Einsatz erfordert der reiche Blumenschmuck, der den Sommer über größtenteils aus dem Klostergarten stammt. Zu gewissen hohen Festtagen bekommt die Pfarrkirche den Blumenschmuck von der Bevölkerung geschenkt, wofür wir sehr dankbar sind. Die weiteren Dienste in der Pfarre sind vielfältig: Mitarbeit im Pfarrgemeinderat, Firmunterricht, das tägliche Vorbeten des Rosenkranzes in der Kirche, das Verbreiten der vielen Missionszeitschriften sowie viele verschiedene Dienste, die wir nicht weiter aufzählen wollen. Sie verlangen aber große Verlässlichkeit. Auch die Wandermuttergottes hat im Kloster ihren Stützpunkt. Sie kann gerne auf Anfrage in die Familien gebracht werden. Sicher hat sie schon vielen Freude und Segen gebracht.

Aber nicht nur zur Arbeit sind die Schwestern nach Thaur gekommen, sondern auch ihr Gebet sollte der Bevölkerung zu Gute kommen. So entstand bald nach ihrer Ankunft eine kleine Hauskapelle. Auch heute noch sehen wir Schwestern eine wichtige Aufgabe darin, Gott zu loben und für die Anliegen der Pfarre, des Dorfes, der Kirche und der Welt zu beten. 

Sr. Maria Eller 

Pfarrbüro

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