Kirchenbeitrag

Geschichte des Kirchenbeitrags

Ein Blick in die Geschichte des Kirchenbeitrags 

Nach staatlichem Recht hatte die Kirche schon im 19. Jahrhundert die Möglichkeit, Kirchenbeiträge einzuheben. Sie machte davon keinen Gebrauch. Vor 1939 wurde die katholische Kirche Österreichs weitgehend aus dem "Religionsfonds" (Erträge des von Kaiser Joseph II. eingezogenen Kirchenvermögens) und durch staatliche Zahlungen finanziert ("Kongrua"). 1939 wurde der Kirche diese Möglichkeit genommen. Als Ersatz wurde von den damals Regierenden die Einhebung eines Kirchenbeitrages zugestanden, laut Gesprächsprotokollen, in der Hoffnung, die Katholiken würden daraufhin scharenweise ihre Kirche verlassen, was aber nicht geschah! Nach dem Krieg war die Republik Österreich nicht in der Lage, den "Religionfonds" und damit die alte Kirchenfinanzierung wiederherzustellen. Außerdem war aufgrund gesellschaftlicher Entwicklungen ein Zurück zu den alten Zuständen nicht mehr sinnvoll. Das Kirchenbeitragssystem wurde grundsätzlich belassen, aber mehrmals verbessert, modernisiert und angepasst.

Ihr solidarischer Beitrag für die Aufgaben der Kirche

Der Kirchenbeitrag ist die tragende Säule der Finanzierung der kirchlichen Dienste und Leistungen in der Diözese, in ihren Pfarren und in vielen kirchlichen Einrichtungen.

Der Kirchenbeitrag ist ein Solidaritätsbeitrag und jeder leistet im Verhältnis zu seiner Einkommenssituation einen Beitrag für die sozialen, religiösen und kulturellen Aufgaben unserer Kirche

Zur Information: Fast die Hälfte der diözesanen Einnahmen fließt wieder zurück in die Pfarren. Die Personalkosten für Priester und Laien werden abgedeckt und auch die für ein funktionierendes Pfarrleben dringend nötige Infrastruktur wird unterstützt.

Wohin fließt mein Kirchenbeitrag?

In der Diözese Innsbruck sind etwa 3.000 Männer und Frauen im kirchlichen Dienst beschäftigt (vom Krankenhaus über den Kindergarten bis hin zum Bildungshaus).

Soziales Engagement - Rat, Hilfe und Orientierung
Viele diözesane und kirchliche Einrichtungen bieten Rat, Unterstützung und Hilfe in schwierigen Lebenssituationen. Das Angebot reicht vom Gesprächsangebot in persönlichen Lebens- und Glaubensfragen über die Begleitung sterbender Menschen bis hin zur Ombudsstelle bei Missbrauch und dem vielfältigen Hilfsangebot der Caritas. Nicht zu vergessen ist dabei auch die Arbeit in den Pfarren, die mit Angeboten von Jungschar bis zu Senioren viele wichtige Aufgaben abdeckt! 

Bildung und Freizeit - breites Spektrum
Bildung eröffnet neue Perspektiven. Ob ein besinnliches Wochenende oder ein Vortrag über soziale und gesellschaftliche Fragen: Wer sich weiterbildet, bleibt lebendig und öffnet sich den Herausforderungen der Welt. Die Diözese Innsbruck stellt mit drei Bildungshäuser, dem Katholischen Bildungswerk Tirol (2016: 2.099 Veranstaltungen mit 32.807 Besucher und Besucherinnen in 171 Gemeinden Tirols), Kindergärten, Schulen und vielen weiteren Einrichtungen einen wesentlichen Faktor in der Bildungsarbeit in Tirol dar. 

Stütze der Gesellschaft und Kulturträger
Die Kirche ist eine der größten Arbeitgeber in Tirol und trägt wesentlich zur Sicherheit von Arbeitsplätzen bei, z. B. in der Baubranche, Tourismus, Schulen etc. Und da ist auch die Bedeutung für die Kultur unseres Landes. Mit der Erhaltung kirchlicher Bauwerke wird ein wesentlicher Beitrag zum kulturellen Erbe des Landes und damit auch zur Identität beitragen. Was wäre Tirol ohne seine Klöster? Was ohne den Dom und die vielen wunderbaren Kirchen?

Wussten Sie, dass ...

  • der Kirchenbeitrag seit 2012 bis zu einer Höhe von EUR 400,00 jährlich als Sonderausgabe beim Finanzamt absetzbar ist?
  • 98 % der Kirchenbeiträge in unserer Diözese bleiben und dort für Anliegen der Pfarren, der Bildung, der Kultur und für soziale Zwecke verwendet werden?
  • bei Nachweis des Einkommens zur Berechnung des Kirchenbeitrags viele Möglichkeiten der Ermäßigung gibt?
  • nach einem Wiedereintritt in die Römisch Katholische Kirche keine Nachzahlungen zu leisten sind.

Zweckwidmung

Es ist möglich, die Hälfte des Kirchenbeitrags einer nachstehenden Institution zu widmen:

  • Bruder und Schwester in Not
  • Caritas bzw. Hospiz
  • Katholische Jugend
  • Katholischen Frauenbewegung
  • Missio - Päpstliche Missionswerke
  • Priesterseminar
  • Telefonseelsorge

Wenn Sie unter den dort genannten Rahmenbedingungen eine Zweckwidmung machen wollen, dann senden Sie bitte das Dokument "Zweckwidmungsantrag" ausgefüllt und unterschrieben an die angegebene Adresse zurück.

Herzlichen Dank für Ihren Beitrag für eine lebendige Kirche!

Für genauere Informationen steht ihnen die Kirchenbeitragsstelle unter der Tel. +43 512 21 00 zur Verfügung. Sie können sich auch gerne im Pfarrbüro melden und wir leiten ihr Anliegen vertraulich weiter.

Pfarrbüro

Kirchgasse 5
6065 Thaur
Tel.: +43 5223 49 28 50
Fax.: +43 5223 49 28 50-4
pfarre.thaur@dibk.at

Öffnungszeiten
Montag und Freitag:
8:00 bis 12:00 Uhr
Mittwoch:
14:00 bis 18:00 Uhr

Seelsorgeraum

Absam/Absam-Eichat/Thaur

Pfarre Absam

Pfarre Absam-Eichat

 

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