
Wir sind nur Gast auf Erden – Unsere Heimat ist im Himmel
Liebe Angehörige,
zunächst dürfen wir Ihnen unsere Anteilnahme im Namen der Pfarrgemeinde ausdrücken.
Sie haben einen Menschen verloren. Der Verlust eines lieben Menschen, der Ihnen nahe stand, mit dem Sie Leben teilten oder freundschaftlich verbunden waren, ist schmerzvoll und tut weh. Es ist wichtig, sich vom Verstorbenen zu verabschieden und den Schmerz und die Trauer zuzulassen. Vielleicht kann – gerade in den schmerzlichen Stunden des Abschieds – in Ihnen Dankbarkeit aufsteigen, Dankbarkeit dafür, dass Sie gerade mit diesem Menschen, der Ihnen jetzt so fehlt, viel Schönes und Gutes erfahren durften.
Als Christen leben wir aus dem Glauben, dass der Tod nicht das Ende, sondern der Durchgang zu einem neuen Leben bei Gott ist. Denn im Tod fallen wir nicht ins Nichts, sondern in die Hände Gottes. Und seine Macht ist auch im Tod nicht zu Ende.
Tote zu begraben und den Trauernden beizustehen, ist uns Christen aufgetragen. Im Gottesdienst empfehlen wir unsere Verstorbenen dem Erbarmen Gottes und bitten, dass Gott ihr Leben in seinem Licht vollende. Wir tun es in der Hoffnung, dass unsere Verstorbenen in ihm Frieden und ewige Heimat finden und in der Überzeugung, dass wir über den Tod hinaus mit ihnen verbunden bleiben.
Dankbares Gedenken und würdevolles Verabschieden, Gebet für den Verstorbenen und Trost und Hoffnung aus der Kraft des Glaubens sollen in der kirchlichen Begräbnisfeier zum Ausdruck kommen.
Pfarrer Martin Nwafor Chukwu
Welche Schritte habe ich zu setzen?
Im Gespräch mit dem Priester, der den Gottesdienst zelebriert, wird die Gestaltung des Begräbnisgottesdienstes besprochen. Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes organisiert die Bestattung in Absprache mit den Angehörigen.
Weiterführende Gedanken
Sterben ist für die Christen ein Durchgang in eine andere Welt. Gottes Liebe begleitet jeden Menschen bis zur Vollendung.
Für die kirchliche Begräbnisfeier bitten wir Sie, folgende Punkte zu beachten:
Nehmen Sie möglichst bald mit dem Pfarrer bzw. mit dem zuständigen Seelsorger Kontakt auf, um einen Termin für ein Gespräch auszumachen. Dies kann auch vom Bestatter übernommen werden. Vielleicht ist es Ihnen möglich, einige Notizen zum Leben des Verstorbenen anzufertigen.
Es ist vorgesehen und guter Brauch, die/den Verstorbenen mit dem Sarg zum Begräbnisgottesdienst in die Kirche zu bringen. Am Sarg wird die Osterkerze aufgestellt und entzündet – als Zeichen für den auferstandenen Christus, der uns Hoffnung auf ewiges Leben schenkt.
Wir bitten um Verständnis, dass in der Kirche nur ein Blumengesteck und höchstens zwei Kränze oder Buketts der engsten Angehörigen am Sarg angebracht werden können. Es ist überlegenswert, anstelle von Kranz- oder Blumenspenden einen entsprechenden Betrag für einen guten Zweck zu geben.
Die Kirche empfiehlt die Erdbestattung, erlaubt jedoch auch die Feuerbestattung. Ihr geht sinnvollerweise die Verabschiedung vom Leichnam vor der Verbrennung voraus. Die Verabschiedung von der/dem Verstorbenen mit dem Sarg in der Kirche findet im Anschluss an den Gottesdienst statt. Dazu wird der Leichnam der/des Verstorbenen zum Kriegerdenkmal im Friedhof begleitet und dort verabschiedet.
Ein schönes Zeichen der Verbundenheit ist es, dass sich am Ende der Feier alle mit Weihwasser von der Verstorbenen/dem Verstorbenen am Grab verabschieden.
Die Begräbnisfeier soll allen, nicht nur den Angehörigen und engsten Vertrauten, Möglichkeit geben, sich vom Verstorbenen zu verabschieden. Sie ist immer auch eine Feier der Pfarrgemeinde. Außerdem verstehen wir das Gebet für unsere Verstorbenen als Fürbitte.
Wenn Sie einen Sterberosenkranz für die Verstorbene/den Verstorbenen an den Vorabenden des Begräbnisses wünschen, dann deponieren Sie diesen Wunsch beim Bestatter.
Begräbnisordnung der Pfarre Thaur zum Downloaden
Kirchgasse 5
6065 Thaur
Tel.: +43 5223 49 28 50
Fax.: +43 5223 49 28 50-4
pfarre.thaur@dibk.at
Montag und Freitag:
9 bis 11 Uhr
Mittwoch:
16 bis 18 Uhr
Hier finden Sie alles, was in unserer Pfarrgemeinde auf den ersten Blick verborgen ist. Frei nach dem Motto: „Wer suchet, der findet (Mt 7,7)“!